Gemeinsam mit internationalen Kolleginnen und Kollegen organisierte Prof. Dr. Stefanie Betz von der Hochschule Furtwangen den ersten Critical Requirements Engineering Workshop (CREW2020) im Rahmen der Requirements Engineering Conference 2020.

Softwarebasierte sozio-technische Systeme formen unsere Welt. Sie sind niemals als neutrale Elemente unserer Welt zu verstehen. Anforderungen werden seit langem als Dreh- und Angelpunkt erkannt, an dem gesellschaftliche Perspektiven in technische Spezifikationen umgesetzt werden. Dies stellt die in diesem Bereich Tätigen vor eine einzigartige Verantwortung: Ihre Entscheidungen haben oft weitreichendere Konsequenzen als die in der Entwicklung getroffenen technischen Entscheidungen. Da Anforderungen in einem sozialen Kontext spezifiziert werden, braucht das Requirements Engineering ein kritisches Verständnis die Rolle, die Machtverhältnisse, Zwangsdynamik, Marginalisierung und Politik bei der Aushandlung menschlicher Werte, Präferenzen, Bedürfnisse und Bestrebungen spielen. Ohne dieses Verständnis kann das RE nicht hoffen, eine Triebfeder für Gerechtigkeit, Nachhaltigkeit, Ethik und andere Ziele zu sein, die heute im Mittelpunkt der Computing Agenda stehen.

Der erste Critical Requirements Engineering Workshop bringt die analytischen und modellierenden Stärken des Requirements Engineering mit den kritischen und sozialen Theorien zusammen, die unserer Gemeinschaft helfen können, besser mit den sozialen Kräften zu rechnen, die das Technologiedesign durch Anforderungen prägen.

Für mehr Information über den Workshop, klicken Sie hier: https://crew2020.wordpress.com/